GRÜNE zur Ministerin Eisenmann: Machen Sie endlich ihre Arbeit statt Wahlkampf!

Mit großem Unverständnis haben die beiden GRÜNEN Landtagskandidaten in der Region, Dr. Robert Jungwirth und Michael Joukov-Schwelling auf die wiederholten Ankündigungen der Kultusministerin reagiert, ungeachtet der Corona-Inzidenz zum Präsenzunterricht zurück zu kehren.

„Das ist schlicht unverantwortlich“, kommentieren die beiden.

„Selbstverständlich ist der Präsenzunterricht die beste Form, um effektives Lernen zu gewährleisten. Insbesondere für jüngere Kinder ist der Online-Unterricht nicht nur aus pädagogischen Gründen ungeeignet, denn diese sind auf die Unterstützung ihrer Familien angewiesen, die je nach Wohnsituation und sozialem Hintergrund nicht immer möglich ist. Der unterschiedliche Lernerfolg treibt die Gesellschaft auseinander“, verdeutlicht Jungwirth, von Beruf Kinder- und Jugendarzt. Über einer Corona-Inzidenz von 50 ist es den Gesundheitsämtern nicht mehr zuverlässig möglich, die Infektionskette nachzuverfolgen. Dann werden auch die weiterführenden Schulen und Berufsschulen zu Corona-Hotspots. „Das muss die Ministerin endlich einsehen“, so Jungwirth.

Der möglichst tageweise Wechselunterricht, also ein Modell, bei dem die Klassen geteilt werden, und jeweils nur die Hälfte oder ein Drittel Präsenzunterricht erhält, sei dem Online-Unterricht vorzuziehen, so die beiden Politiker. Der Online-Unterricht an den weiterführenden Schulen sei aber unausweichlich, bis die Ansteckungszahlen zurückgehen, erklären die beiden GRÜNEN.

„Alle Beteiligten, Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern brauchen dringend Verlässlichkeit. Es sollte daher nicht dauernd neue Ankündigungen geben, sondern klare Regeln: ab welcher Inzidenz gibt es in welcher Stufe Wechselunterricht, und ab welcher Inzidenz findet wieder Präsenzunterricht statt. Die Empfehlung der RKI muss man dabei ernst nehmen. Schulen müssen Bildung verbreiten und keine Viren!“, kommentiert Joukov-Schwelling. „Ich kann auch nicht verstehen, warum in der kommenden Woche ein Teil der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) öffnen soll, da ist keinerlei Abstand im Unterricht möglich. Es wirkt alles andere als durchdacht und gefährdet alle Beteiligten“, ergänzt er.

Wenn die Ministerin es für angebracht halte, von den RKI-Empfehlungen bei der Schulöffnung abzuweichen, gebiete der Respekt vor den Lehrerinnen und Lehrern, aber auch die Arbeitgeberverantwortung, sie schneller zu impfen als nach der empfohlenen Impfreihenfolge. Leider sei nicht zu vernehmen, dass die Ministerin irgendetwas in diese Richtung mache. Ebenso ungeklärt sei nach Monaten der Ankündigung auch die Frage, wie nun der datenschutzkonforme Online-Unterricht erfolgen soll.

„Wir erwarten, dass die Ministerin die Gesundheit der Lehrer*innen, Schüler*innen und auch ihrer Eltern ernst nimmt“, so die beiden zum Abschluss.

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