Klasse Vorbild! GRÜNE besuchen Blautopf-Schule Blaubeuren

Pandemiebedingt online fand der Besuch des GRÜNEN Kandidaten aus dem Wahlkreis Ulm, Michael Joukov-Schwelling und der GRÜNEN Ersatzkandidatin aus dem Wahlkreis Ehingen Dr. Bettina Egle beim Rektor der Blautopf-Schule Blaubeuren, Thomas Hilsenbeck statt. Der Einblick in die Arbeit der Schule war dennoch höchst interessant.

„Die Tatsache, dass wir keine Noten vergeben müssen, ermöglicht Gemeinschaftsschulen den Schülerinnen und Schülern ein personalisiertes Lernangebot machen zu können. Ohne Noten bedeutet nicht, dass sich die Schülerinnen und Schüler nicht anzustrengen brauchen. Ganz im Gegenteil – jedes Kind verfolgt seine persönlichen Ziele, die mit den Lerncoaches individuell und fortlaufend geklärt werden. Statt Zeugnissen beschreiben dann stärkenorientierte Kompetenzbeschreibungen den individuellen Lernfortschritt viel genauer, als Klassendurchschnitte oder Ziffernnoten dies jemals können“, beschreibt der Rektor eine der Besonderheiten der Gemeinschaftsschule.

„Es ist schlicht beeindruckend, wie in Blaubeuren das Lernen fortentwickelt wird. Denn über die Hälfte der Schülerinnen und Schüler an der Schule werden in Berufen arbeiten, die es heute gar nicht gibt. Es kann somit nicht darum gehen, nur Zahlen und Fakten zu vermitteln, die Aufgabe besteht vielmehr darin, die Stärken individuell zu fördern und die Kinder zum eigenständigen und selbstbewussten Denken zu ermuntern und zu befähigen, was die GMS sehr gut schafft. Auch die soziale Interaktion und die dazu notwendigen Kompetenzen werden immer wichtiger und stehen bei der Blautopf-Schule im Fokus“, fasst Bettina Egle ihren Eindruck zusammen.

„Bemerkenswert für mich ist insbesondere, wie die Schule die Kinder und Eltern vom Anfang an – also ab der fünften Klasse – mit in Verantwortung nimmt. Regelmäßig werden zusammen mit den Eltern individuelle Lernziele für jedes einzelne Kind an der Schule festgelegt, und die Kinder so optimal gefördert“, kommentiert Joukov-Schwelling.

Zusammenfassend waren sich die beiden GRÜNEN einig, dass die Blautopf-Schule den Gemeinschaftsschulgedanken absolut vorbildlich umsetzt. „Wir werden erfolgreiche Modelle wie die Blautopf-Gemeinschaftsschule nach Kräften fördern“, versprechen die beiden.

Nicht außen vor geblieben ist eine Bewertung der Aktionen der Kultusministerin in der Pandemie. „Seit Sommer wurde aus meiner Sicht viel Zeit vertan! Es gibt bspw. nach wie vor keinen bereitgestellten Messenger-Dienst, der eine Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülern und Eltern ermöglicht. Es gibt immer noch keine Dienst-E-Mail für Lehrkräfte und die bereitgestellten Plattformen sind immer wieder nicht dem Ansturm gewachsen. Schulleitungen müssen auf eigene Faust durchkämpfen haben keinerlei Planungssicherheit ab welcher Inzidenz in welcher Form Unterricht stattfinden soll. Grundschulen wurden wie weiterführende Schulen mit Laptops für Fernlernangebote ausgestattet und sollen nun aber – weil mit kleinen Kindern kein Fernlernunterricht möglich sei- unabhängig von Inzidenzen in Präsenz lernen? Eine klare Linie und eine Vision von Schule im 21. Jhdt. kann ich daraus nicht ableiten und vermisse ich. Der Anspruch des Bildungs- und High-Tech-Landes Baden-Württembergs muss ein anderer sein“, wird der Rektor deutlich.

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